
Erst bei der intensiveren Suche nach Informationen für diesen Artikel wurde die wenig glanzvolle Vergangenheit des einstigen Drahtseilwerkes offenbar. So setzte die um 1898 in München gegründete Aktiengesellschaft im 2. Weltkrieg unter anderem Zwangsarbeiter für die Herstellung von Kabeln, Draht- und Hanfseilen ein. In Spitzenzeiten waren bis zu 40% der Belegschaft Kriegsgefangene, meist aus östlichen Ländern stammend. Der in einem grünen, ruhigen Tal gelegene Firmensitz war zugleich der Firmensitz des einstigen Hauptaktionärs. Dieser Hauptaktionär war eine weitere Aktiengesellschaft, die (in den 70er Jahren in eine GmbH umgewandelt) noch bis vor wenigen Jahren Bestand hatte. Nach der Schließung des Werkes wurden die Firmengebäude teils als KFZ-Werkstatt, teils als illegale Altreifendeponie missbraucht. Im Sommer 2009 wurden Teile der ehemaligen Verwaltung wegen Einsturzgefahr abgerissen, die verbliebenen Produktionshallen sollen ebenfalls eingeebnet werden.