Urban Exploration

Der OP-Stollen

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Nur noch unterirdisch ließen sich gegen Ende des 2. Weltkrieges Bauwerke errichten, die einigermassen sicher vor den alliierten Bombardements waren. In nahezu jeder Stadt gab es befestigte Bauwerke, Bunker, Gefechtsstände und behelfsmäßig angelegte, unterirdische Schutzräume für die Bevölkerung. Auch wurde die Produktion von Waffen, Munition und Fahrzeugen in den Untergrund verlegt. Ein weiteres Problem stellte die medizinische Versorgung von Kranken und Verletzten dar, denn Krankenhäuser waren zwar nicht das direkte Ziel der Angreifer, wurden aber durch die allnächtlichen Bombenteppiche mehr und mehr in Mitleidenschaft gezogen. So wurden zum Ende des Krieges Hilfskrankenhäuser und Lazarette in teils verbunkerten Stollensystemen untergebracht.

Das besuchte Objekt wurde aufgrund des Ende des Krieges nicht fertig gestellt. In seiner letzten Ausbaustufe sollte es mehreren hundert Personen Schutz bieten. Neben dem eigentlichen Operations- und Nachsorgebereich sollten hier die zentrale Luftraumüberwachung, eine Befehlsstelle und eine Großküche Platz finden. Noch während der Bauphase wurde das Stollensystem während eines  Luftangriffs gezielt angegriffen, doch selbst direkte Treffer konnten nur einen Teil des Tunnelsystems beschädigen. Die bergmännisch in einer Schlackehalde angelegte Anlage war im wahrsten Sinne des Wortes “bombensicher”. Später wurde die Anlage wiederum militärisch genutzt. Eine Beschußanlage zum Testen von Stahlplatten wurde angelegt und ist heute noch weitestgehend vorhanden.

Besuch im Januar 2009

4 Kommentare in “Der OP-Stollen”

  1. Vengeance sagt:

    Wie cool ist das denn!

    Sehr starke Fotos! Ist das irgendwo in der Nähe von NRW?!

    LG

    V.

  2. Hallo Sven,
    bin heute bei der Recherche im Netz (OP-Stollen, unterirdisches Hospital) auf Deine Seite gestoßen.

    Der OP-Stollen sieht nach einem Ort aus, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte.

    Kannst Du das Geheimnis um die Location lüften? Ihm Netz ranken sich allerlei Gerüchte um den genauen Ort.

    Im Voraus vielen Dank für Deine Unterstützung!

    Gruß
    Alexander

    • deadplaces sagt:

      Hallo Alexander,

      Der OP-Stollen sieht nach einem Ort aus, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte.

      das ist richtig. Leider fanden das viel zu viele und man hätte dort mit einem Würstchenstand an Wochenenden sicherlich gutes Geld verdienen können. Ok, die Beschädigungen sind eher marginal, die zurückgelassenen Bierflaschen kann man gut wegstempeln und eigentlich fühlt man sich in Begleitung dort auch viel sicherer, nachdem verschlossene Zugänge mit Gewalt aufgebrochen wurden, anstatt vorhandene zu suchen und zu nutzen.

      Gerüchte um den genauen Ort

      Dabei
      will ich es deshalb von meiner Seite belassen.

      Viele Grüße,
      Sven

Kommentar

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