Urban Exploration

Enthält das Schlagwort; ‘Eisen’

Das Drahtseilwerk

->

Erst bei der intensiveren Suche nach Informationen für diesen Artikel wurde die wenig glanzvolle Vergangenheit des einstigen Drahtseilwerkes offenbar. So setzte die um 1898 in München gegründete Aktiengesellschaft im 2. Weltkrieg unter anderem Zwangsarbeiter für die Herstellung  von Kabeln, Draht- und Hanfseilen ein. In Spitzenzeiten waren bis zu 40% der Belegschaft Kriegsgefangene, meist aus östlichen Ländern stammend. Der in einem grünen, ruhigen Tal gelegene Firmensitz war zugleich der Firmensitz des einstigen Hauptaktionärs. Dieser Hauptaktionär war eine weitere Aktiengesellschaft, die (in den 70er Jahren in eine GmbH umgewandelt) noch bis vor wenigen Jahren Bestand hatte. Nach der Schließung des Werkes wurden die Firmengebäude teils als KFZ-Werkstatt, teils als illegale Altreifendeponie missbraucht. Im Sommer 2009 wurden Teile der ehemaligen Verwaltung wegen Einsturzgefahr abgerissen, die verbliebenen Produktionshallen sollen ebenfalls eingeebnet werden.

Die Hüttenwerke

1842 wurde mit der Gußstahlschmelze auf dem Gelände der Hüttenwerke begonnen. Zunächst waren Kanonenrohre, später auch Glocken die Hauptprodukte. Im Laufe der Jahre produzierte das Werk zunehmend Gußteile für die im Aufbau befindliche Eisenbahn. Heute ist der Stahlglockenguß längst Geschichte, ein Nachfolgeunternehmen produziert allerdings weiterhin Radsätze und Radreifen für die Schiene am selben Standort.

Phoenix West

1852 wird westlich von Hörde, heute Dortmunder Stadtgebiet, kurz nach Gründung und Bau der Hermannshütte mit dem Bau eines ersten Hochofenwerkes begonnen. Eines der ersten Hüttenwerke des Ruhrgebietes, in dem neben der Stahlproduktion auch die Roheisenerzeugung stattfindet. 1906 fusioniert der Hoerder Verein mit der in den 1850er Jahren gegründeten Phoenix AG. 1966 wurde das Werk durch die Hoesch AG übernommen. Krupp stieg 1982 in die Stahlproduktion in Dortmund ein. Nach der Fusion mit Thyssen wurde sich 1997 gegen die weitere Stahlproduktion auf Dortmunder Boden entschieden. Ein Jahr später gehen auf Phönix-West die Lichter aus.

Schwelmer Eisenwerk

Schwelm metal fabrication

Viel lässt sich über die Liegenschaft nicht in Erfahrung bringen. Das Eisenwerksgelände lag lange Jahre brach, in der letzten Zeit wurden allerdings immer mehr Hallen restauriert und vermietet.

Die Halle wurde 3 Wochen nach unserem Besuch abgerissen.

Bis in die 60er Jahre

des 20. Jahrhunderts war das Eisenwerk weltweit einer der führenden Hersteller von

automatischen Benzinzapfsäulen, die auch in die USA exportiert wurden. Der Betrieb war

zugleich die älteste Fassfabrik in Deutschland und stellte um 1905 die ersten elektrisch

geschweißten Eisenfässer her.

Quelle: Wikipedia

Stahlwerk Schalker Verein

Auf dem Gelände des Schalker Vereins fanden sich in Spitzenzeiten 5 Hochöfen. Bis zu 6000 Arbeiter produzierten Rohre aus Gußeisen, diese wurden hauptsächlich zur Trinkwasser- und Abwasserentsorgung genutzt. Der Schalker Verein wurde 1926 gegründet und war einer der größten Arbeitgeber auf dem Gebiet der Stadt Gelsenkirchen. In den 1980er Jahren wurden die Produktionsstätten nach und nach demontiert, eine Explosion zerstört am 5. März 1982 den letzten aktiven Hochofen. Die auf dem Gelände befindliche Zementfabrik wird geschlossen und 2600 Menschen verlieren ihren Arbeitplatz. Zunächst wird die Rohrproduktion weitergeführt, der benötigte Stahl kommt via Eisenbahn aus Duisburg. 2004 geht auf dem Gelände endgültig das Licht aus.

Lage Schalker Verein