Urban Exploration

Enthält das Schlagwort; ‘Seilfahrt’

Zeche Hasard-Cheratte

Das Gelände der Zeche Hasard-Cheratte liegt in dem Örtchen Cheratte, einer Kleinstadt östlich von Liege (Lüttich) im Königreich Belgien. Gegen 1860 wurden auf dem in direkter Nachbarschaft zur Wohnbebauung gelegenen Areal die ersten Tagesanlagen in massiver Backstein-Bauweise errichtet.  Nach dem Abteufen des ersten Schachtes um 1907 (170 m) wurden die Gebäude erweitert, unter anderem wurde der weithin sichtbare Malakoff-Turm gebaut. Schacht 2 (313 m) erhielt um 1923 ein Stahl-Fördergerüst, welches allerdings nach der Stillegung in 1977 abgerissen wurde.

Wie ein Stilbruch wirkt das 1938 errichtete Betonfördergerüst über Schacht 3 (480 m). Der ursprünglich als Förderturm geplante Bau erhielt später eine seitliche Abstützung und eine Flurfördermaschine.

Ein vierter Schacht diente dem Abtransport der Berge aus der im Tal liegenden Zeche auf den dahinter liegenden Hügel. Der ebenfalls aus Beton gebaute Turm über Schacht “Hoignée” wurde kürzlich renoviert.

Bei der Recherche zu diesem Artikel fanden sich Hinweise auf einen baldigen Abriss einiger Gebäude, der unter Denkmalschutz stehenden Zeche.

Der Wetterschacht

1941 wurde der Schacht als Wetterschacht abgeteuft und konnte 1945 in Betrieb genommen werden.  Neben der Wetterführung diente er lange Zeit der Materialförderung und Seilfahrt. Etwa 59 Jahre wurde der Schacht genutzt, bevor er im Jahre 2004 aufgegeben wurde. Bedingt durch den geringen Durchmesser von etwa 4,5 m und einer Teufe von ca. 573 m wurde der komplette Schacht mittels 15.000 Tonnen Beton verfüllt. Der Förderturm in Stahlfachwerk-Bauweise nach einem Entwurf der Architekten Schupp und Kremmer soll laut verschiedener Quellen Ende 2009 gesprengt werden.